Gemäß der Förderleitlinien soll das Modellprogramm JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region für nicht (mehr) erreichbare Jugendliche ein passgenaues und möglichst durchgängiges, Fördersystem schaffen. Vorhanden Lücken in den Angeboten sollen geschlossen werden durch:
- eine rechtskreisübergreifende Verzahnung der Akteure und Angebote und eine durchgängige Förderung, um ein Verlorengehen der Zielgruppe zu verhindern,
- die Entwicklung von Strukturen und Rahmenbedingungen für die Zusammenarbeit der Akteure an den Schnittstellen Schule SGB II/III SGB VIII, sowie die Stärkung der Aufgabenwahrnehmung der kommunalen öffentlichen Jugendhilfe (§ 13 SGB VIII)
Hierfür sollen im Rahmen des Modellprogramms JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region erforderliche flankierende Angebote einbezogen bzw. bei Bedarf ergänzend initiiert werden. Hierzu gehören:
- niedrigschwellige Angebote als Methode zur Zielgruppenerreichung und Motivation
- rechtskreisübergreifende Informationen des Jugendlichen und seiner Eltern (Informationen aus einer Hand) über die vorhandenen Möglichkeiten der Förderung
- Hilfen und die Sicherstellung der längerfristigen Beratung und Begleitung des Jugendlichen durch Verankerung eines verbindlichen Übergabeprinzips der Jugendlichen zwischen den Leistungsträgern, insbesondere an den Schnittstellen.
Voraussetzung für das Projekt ist der Aufbau einer Lokalen Koordinierungsstelle, die die bisherigen Angebote und die vorhandene Gremienstruktur überprüfen soll und in Abstimmung mit dem Netzwerk Übergang Schule-Beruf Verbesserungen entwickelt.
Desweiteren soll in Kooperation mit allen im Jugendberufshilfe-System vertretenen Akteuren eine umfassende Internet-Plattform als Fachkräfteportal entwickelt werden. Rechtskreisübergreifende Fallbesprechungen zwischen Agentur für Arbeit, Existenzsicherung und Jugendhilfe sollen dazu beitragen Jugendliche und junge Erwachsene in passgenaue, größtenteils vorhandene Hilfen innerhalb des Systems zu vermitteln. (z.B. Angebote der Kompetenzagentur, Nachholen von Schulabschlüssen, Akquise von niederschwelligen Beschäftigungsangeboten, Begleitung in Praktika, Ausbildung, Jugendberufshilfemaßnahmen der AWO, Caritas, Hilfen zur Erziehung u.a..)
Weiterhin sollen im nächsten Jahr kleinere Teilprojekte und Angebote realisiert werden, die bisher im Hilfesystem noch nicht vorhanden sind und sich an die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene mit multiplen Problemlagen im Alter von 14-26 Jahren richten.
Adresse:
Stadt Ulm
ESF Projekt "Jugend Stärken in Ulm"
Lokale Koordinierungsstelle
Herrenkellergasse 1 - 89070 ULM
Ansprechpartner:
Andrea Janisch Tel.: 161-5120
Ralf Mann Tel.: 161-5128

