Arbeitskreis Denkmalpflege

Der AK Denkmalpflege ist ein Arbeitskreis der RPG-Eselsberg und befasst sich hauptsächlich mit den Werken der Festung Ulm auf dem Eselsberg.

Der AK Denkmalpflege ist über das Stadtteilbüro Eselsberg erreichbar und trifft sich in unregelmäßigen Abständen.

Ansprechpartner: Christian Gollmar, E-Mail: geschichte (AT) ulm-eselsberg.de

Stadtteilbüro für Gemeinwesenarbeit
Christian Peschl
Virchowstr. 4
89075 Ulm
Telefon: 0731/ 161-5182
Fax: 55 024 76.

Bürosprechzeiten:
nach Vereinbarung.

Siehe hierzu auch im Internet:
http://www.ulm-eselsberg.de



Zur Geschichte
Der Eselsberg ist noch ein recht junger Stadtteil, seine Geschichte beginnt offiziell erst mit dem Jahre 1952.
Natürlich war der Eselsberg vor 1952 keine Wildnis mehr, landwirtschaftlich wurde der Eselsberg schon lange genutzt und nicht nur von Söflinger Wein- und Spargelbauern.
Mit dem Jahre 1848 beginnt die Geschichte der Ulmer Bundesfestung auf dem Eselsberg, mit dem Baubeginn des Werks XXXIV, des Forts Eselsberg, am Weg nach Mähringen. Und ab 1855 wurde über dem Blautal, heute beim Weinbergweg, das Werk XXXIII, Fort Söflinger Turm erbaut. Nachträglich, dann bereits zur Reichsfestungszeit, wurde der Obere Eselsberg mit den modernsten Forts der Festung Ulm, den Werken XXXV und XXXVI, den Forts Oberer Eselsberg, Haupt- und Nebenwerk, bebaut. Nach der Jahrhundertwende, ab 1901 wurde der Eselsberg abermals verstärkt, diesmal aber mit einem kleineren Werk aus Beton, so entstand der Infanteriestützpunkt „Weinberge“, ab 1914 wurden die Infanterieräume 27, 28, 31 und „Blautal“, die Artillerieräume 13 und 15, die Munitionsräume 5 und 6, sowie der Infanteriestützpunkt „Steinbruch“ erbaut.
Zur Wasserversorgung wurde eine Pumpstation „Lehrer Tal“ errichtet und dicht beim Fort Unterer Eselsberg entstand noch vor der Jahrhundertwende eine Munitionsanstalt des Kaiserlichen Artilleriedepots, von letzterem steht heute noch ein Haus am Mähringerweg.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde ebenfalls beim Fort Unterer Eselsberg die damalige und heutige Hindenburgkaserne errichtet, die in den 1950ern von der US Army genutzt und in Ford Barracks umbenannt wurde und nördlich der damaligen Ford Barracks entstand eine Wohnsiedlung für amerikanische Soldaten und deren Angehörige, das so genannte Ford Housing, damals und heute Carl Schurzstrasse.

Zum Arbeitskreis
Das Jubiläum fünfzig Jahre Eselsberg gab im Jahre 2002 den Ausschlag, sich innerhalb der Regionalen Planungsgruppe Eselsberg, als Teil des Ulmer Dialogmodells, als Arbeitskreis zu formieren. Schon 2001
haben Mitarbeiter des offenen Jugendtreffs „Hexenhaus“, der mit seinen Vorläufern seit 1989 im Fort Unterer Eselsberg beheimatet ist, damit begonnen die Doppelcaponniere des Werks XXXIV von Müll und Schutt zu befreien und durch den Einbau von Toren sollte der unbefugte Zugang zu diesem stark baufälligen Teil des Forts Unterer Eselsberg verhindert werden. Nach unbürokratischen Verhandlungen mit der Stadt Ulm, in Form der Abteilung Gebäudemanagement, übernahm die Stadt die Kosten für die Holzbeschaffung. Vertreter des Förderkreises Bundesfestung waren auch zu mehreren Terminen Vorort um mit Rat beiseite zu stehen und durch Zufall wurde auch noch die Presse auf unsere Arbeiten aufmerksam. In den Jahren zuvor waren wir zwar auch schon im Fort, in der Poterne zugange um diese von Schutt und Müll zu befreien, doch erst die Aktivitäten in der Doppelcaponniere wurde von uns als „denkmalpflegerische“ Aktion empfunden, die Aktionen in der Poterne wurden noch als notwendiges Aufräumen gesehen.
Mit dem Eselsberg-Jubiläum kam die Erkenntnis sich als Eselsberger, fast zwangsläufig, umfassender mit dem Thema beschäftigen zu müssen. So kam es dann zur Gründung des Arbeitskreises Denkmalpflege der RPG Eselsberg, natürlich sieht sich der Arbeitskreis nicht als Konkurrenz zum Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. sondern als Ergänzung auf Stadtteilebene. Die Kernaufgaben des Arbeitskreises sind nicht nur der rein bauliche Erhalt der Substanz sondern auch die Rekonstruktion, die geschichtliche Aufarbeitung, die Wissensvermittlung und nicht zuletzt ein offenes Angebot an alle interessierten Bürger.

Zuletzt bearbeitet von Uwe Sandlos am 04.08.2010.


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